Allgemeine Informationen über den Intel Celeron

Mitte 1998 wartete Intel auf dem Prozessorenmarkt mit einer neuen CPU auf - dem Intel Celeron. Dabei handelte es sich um einen Pentium II, bei dem der L2-Cache entfernt wurde, was sich aber in der Praxis als Fehler herausstellte, da der Celeron damit nicht einmal die Performance des AMD K6 erreichte. Daraufhin nahm Intel die Cache-losen Celeron wieder vom Markt und spendierte der CPU einen 128 KByte großen, mit vollem Prozessortakt arbeitenden L2-Cache. Dies war wohl der Schlüssel zum Erfolg, von da an stieg der Prozessor in der Gunst der Käufer stetig nach oben.

Wer allerdings dachte, er könnte seine alte Sockel-7-CPU einfach gegen einen Intel Celeron ersetzen, wurde enttäuscht. Wie eigentlich immer bei Intel wurde mit Einführung einer neuen Prozessorklasse ein neues Mainboard fällig. Erst Slot1 (wie die PII), dann Sockel 370 (PPGA) - äußerlich dem Sockel 7 sehr ähnlich, aber leider inkompatibel - hießen die neuen Schnittstellen. Der aktuelle Celeron heißt "Coppermine" und entspricht technisch dem Pentium III. Er wird für den FCPGA-370-Sockel gefertigt. Um dem großen Bruder nicht das Wasser abzugraben, besitzt er weiterhin nur 128 KByte L2-Cache und ist noch immer - wie auch alle alten Celeron - für 66 MHz FSB ausgelegt.

Der Performance-Verlust gegenüber des Pentium II/III hält sich beim Celeron im Rahmen, da Spiele weniger L2-Cache beanspruchen als Office-Anwendungen. Die gute Übertaktbarkeit machte den Celeron bis heute zu der CPU für Overclocker und Gamer. Leider besitzen alle Celeron-Prozessoren - wie der Pentium III - ab Werk einen fest eingestellten Multiplikator, der sich nicht verändern lässt.


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Zuletzt geändert am: 21. Februar 2010