Der Grafikkartenmarkt ist so starken Veränderungen ausgesetzt, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten. Inzwischen gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Karte. Wir vergleichen hier die neuesten Produkte und weisen auf die Unterschiede hin.

Aufstellung der wichtigsten Grafikchips:

ATI
nvidia
Sonstige Hersteller

 

Im Folgenden sind noch einige wichtige Informationen zu Grafikkarten zusammengefasst

externe Signalausgänge

VGA-Out
An einer 15-poligen D-Sub-Buchse wird ein analoges RGB-Signal bereitgestellt. Unter beengten Platzverhältnissen ist der Ausgang auch als Mini-VGA ausgeführt. Über ein VGA-Kabel mit entsprechendem Stecker werden CRT-Monitor (Röhrenmonitor), Projektor oder Flachbildschirm angeschlossen.
DVI-Out
Der DVI-Ausgang liefert ein digitales Signal und damit die beste erreichbare Bildqualität an Bildschirmen mit DVI-Eingang. Die meisten heutigen Grafikkarten sind mit einem DVI-I-Anschluss ausgestattet und liefern daher zusätzlich ein analoges Bildsignal. Somit können mit einem (meist beiliegenden) passiven Adapter auch Bildschirme mit analogem Eingang angeschlossen werden, die Bildqualität entspricht dann jedoch weitestgehend der des D-Sub-Ausgangs. Bei DVI sind die Varianten (Single-Link-)DVI und Dual-Link-DVI zu unterscheiden, letztere beinhaltet doppelt so viele Datenleitungen und kann damit eine größere Bandbreite liefern. Dies ist für Auflösungen größer als WUXGA (1920 × 1200) notwendig, um trotz der größeren Datenmenge pro Bild eine Bildwiederholungsfrequenz von mindestens 60 Hertz zu gewährleisten.
HDMI-Out
Seit 2007 werden auch Grafikkarten mit HDMI (High Definition Multimedia Interface)-Ausgang angeboten. Hier wird das Videosignal ebenfalls digital und gegebenenfalls mit HDCP verschlüsselt ausgegeben. HDMI ist generell kompatibel zu DVI, überträgt aber im Gegensatz zu diesem auch Tonsignale.
Display Port
Seit Ende 07 / Anfang 08 zieht nun auch die Konkurrenz Schnittstelle zu HDMI in die Grafikkartenwelt ein. Diese kombiniert VGA, DVI, HDMI und HDCP 1.3 und ist damit umfangreicher als HDMI.

Zusätzliche Signalausgänge und auch -eingänge sind je nach Karte unterschiedlich realisiert. Teilweise sind entsprechende Buchsen (Cinch, S-Video) direkt auf dem Slotblech vorhanden. Vor allem aus Platzgründen sehen Hersteller aber auch einen mittelbaren Anschluss über Adapterkabel oder Kabelpeitschen vor. Dann findet sich direkt auf der Grafikkarte eine Buchse, z. B. aus der Mini-DIN-Familie, deren Beschaltung nicht standardisiert ist und die oft die allgemeine Bezeichnung VIVO (für Video-In-Video-Out) hat. Hier wird eine herstellerspezifische Kabelpeitsche angeschlossen, die dann weitere Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung stellt.

TV-Out
(auch Video-Out) Der als Cinch- oder S-Video-Buchse ausgeführte TV-Ausgang (engl. TV-Out) kann mit einem Fernseher oder Beamer verbunden werden. Man kann so mit mehreren Bildschirmen (PC-Bildschirm + Fernseher) arbeiten. Allerdings ist die Signalqualität des Anschlusses meist nicht sehr hoch, da es sich um ein analoges FBAS- oder S-Video-Signal handelt und die meisten Karten nicht den nötigen hohen Schaltungsaufwand treiben, um aus diesen Signaltypen das Bestmögliche herauszuholen. Positive Ausnahmen sind einige ältere Matrox-Karten (z. B. die G400 MAX).
Component-Out
Über den Komponenten-Ausgang (drei Cinch-Buchsen) werden HDTV-Videodaten analog YPbPr-farbkodiert ausgegeben. Der Ausgang ist wie oben beschrieben meist nicht direkt auf der Grafikkarte ausgeführt.
TV-In
(auch Video-In) Neben einem Ausgang verfügen manche Karten auch über einen TV-In-Eingang zum Digitalisieren von externen analogen Videoquellen. Da es kaum Situationen gibt, bei denen TV-Out und TV-In gleichzeitig gebraucht werden, sowie aus Platz- und Kostengründen, sind TV-In und TV-Out oft in einer Buchse realisiert (Video-In-Video-Out). In diesem Fall ist eine gleichzeitige Nutzung als TV-In und TV-Out nicht möglich.

Bauformen und Anwendungsgebiete

Grundsätzlich werden vier Typen von Grafiklösungen unterschieden:

Onboard-Lösungen

Intel 810e Northbridge mit IGP
Intel 810e Northbridge mit IGP

Bei diesen Integrated Graphics Processor, kurz IGP genannten Lösungen, wird die Funktionalität der Grafikkarte in den Chipsatz der Hauptplatine integriert. IGPs bieten alle 2D-Funktionen, aber meistens nur langsame oder veraltete 3D-Funktionalität und werden daher vor allem in Low-Cost- und Büro-PCs eingesetzt. Aufgrund ihres sehr niedrigen Stromverbrauchs werden sie auch häufig in Notebooks eingesetzt. Bei besonders kompakten oder preiswerten Geräten wird auf einen eigenen Grafikspeicher verzichtet und stattdessen der Hauptspeicher des Rechners mitverwendet (siehe Unified Memory Architecture, Shared Memory), was sich jedoch negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Anbieter von IGPs:

Neueste Notebooks mit PCIe-Schnittstelle können einen austauschbaren Grafikchip besitzen (siehe Mobile PCI-Express Module), was sich jedoch (noch) nicht zum Standard durchgesetzt hat.

 

Quelle: www.wikipedia.de

 


Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Web-Site an: krause@bytes-and-more.de
Zuletzt geändert am: 28. Mai 2008