AMD Opteron (K9)

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Die AMD Opteron-Serie auf Basis der AMD-K9-Mikroarchitektur ist eine Familie von Mikroprozessoren für Server und Workstations. Sie stellen die Nachfolger der AMD-K8-basierten Opteron-Prozessoren dar und besitzen als hauptsächliche Neuerung die Verdopplung der Prozessorkerne von einem auf zwei je Prozessor (Doppelkernprozessor).

Produktgeschichte

Egypt & Italy

Am 21. April 2005 brachte AMD die schon lange angekündigten Doppelkern-Versionen (Dual-Core) für die 2xx- und 8xx-Serie mit den Kernen Egypt und Italy auf den Markt. Diese Prozessoren ließen sich größtenteils ohne nennenswerte Probleme (Aktualisierung des Mainboard-BIOS) in bereits existierende Sockel 940-Opteron-Systeme integrieren und machten so beispielsweise aus einem Dual-System nahezu ein Quad-System.

Denmark

Ab dem 2. August 2005 bot AMD mit dem Kern Denmark die Opteron-Prozessoren der 1xx-Serie auch für den Sockel 939 statt für den Sockel 940 an. Der Sockel 939 war bisher dem Athlon 64, Athlon 64 FX und Athlon 64 X2 vorbehalten und erlaubte im Gegensatz zum Sockel 940 die Verwendung ungepufferten ECC-Speichers. Dadurch reduzierten sich die Kosten für kleine Workstations und Server auf Basis der 1xx-Opterons, da auf gewöhnliche und damit kostengünstigere Sockel-939-Hauptplatinen zurückgegriffen werden konnte.

Die bisherigen 1xx-Prozessoren für Sockel 940 waren mittelfristig weiterhin erhältlich, die gleichzeitig vorgestellten Doppelkernprozessoren der 1xx-Serie waren in dieser Form aber nur für den Sockel 939 erhältlich.

Santa Rosa & Santa Ana

Am 15. August 2006 wurde eine neue Generation von Opteron-Prozessoren für den Sockel F (für Systeme mit zwei oder bis zu acht Prozessoren) und Sockel AM2 (für Systeme mit einem Prozessor) vorgestellt. Neben dem neuen Speichercontroller für DDR2-SDRAM setzt AMD bei den neuen Opteron, die nun eine vierstellige Modellnummer besitzen, auch erstmals vollständig auf Doppelkernprozessoren.

Mit dem neuen Kern Santa Rosa wechselt AMD bei den SMP-Opteron auf den neuen Sockel F, der 1207 Kontakte in LGA-Bauform besitzt. Für die 1xxx-Reihe setzt man mit dem Kern Santa Ana (der dem Kern Windsor des Athlon 64 X2 sehr ähnelt) auf den bereits vorher im Desktop-Segment etablierten Sockel AM2.

Zukunft

Diese Prozessorfamilie wird mittelfristig komplett von den Opteron-Prozessoren der K10-Generation abgelöst werden.

Modellnummern

Die Opteron der K9-Generation verwenden eine Modellnummerierung bestehend aus einer dreistelligen Zahl bei der ersten Generation und einer vierstelligen Zahl bei der zweiten Generation.

Dreistellig Opteron für Sockel 940 und Sockel 939:

Der Aufbau dieser dreistelligenNummerierung entspricht den Opteron der K8-Generation, allerdings werden im Gegensatz zu diesen und zur Unterscheidung der beiden Modellarten, bei den Opteron der K9-Generation bei den letzten beiden Ziffern nur x0 oder x5 benutzt und außerdem beginnt die Zählweise bei 60 (Die K8-Generation endet bei 56).

Vierstellig Opteron für Sockel F und Sockel AM2:

Das Kürzel HE steht für Prozessoren mit geringerem Strombedarf als das Standardmodell und das Kürzel SE steht für Prozessoren mit einem höheren Strombedarf, was in der Regel die am höchsten getakteten Modelle einer Generation betrifft.

Beispiele

 


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Zuletzt geändert am: 20. Februar 2010