AMD K6-2/K6-3: Allgemeine Infos über die Prozessoren

Seit der AMD Duron und Athlon die Hardware-Bühne betreten haben, ist es ziemlich ruhig geworden um die kleine Prozessor-Reihe von AMD - den K6-2. Diese CPU gilt immer noch als preisgünstige Aufrüst-CPU mit ordentlichen Leistungen.

Dank des Sockel-7 hat die K6-Reihe besonders bei Auf- und Umrüstern viele Anhänger gefunden. Falls es die nötigen Spannungen bereithält, läßt sich zur Not auf ein älteres Mainboard noch einsetzen. Wer jedoch ein Super-Sockel-7-Mainboard besitzt, profitiert davon, eine K6-2-CPU mit 100 MHz Systemtakt einsetzen zu können, was eine Geschwindigkeitssteigerung von 10-15 % gegenüber 66 MHz Systemtakt bringt.

Der AMD K6-2 ist der erste Prozessor mit 3DNow!-Technologie. 21 neue Befehle sorgen beim neuen AMD K6-2 für mehr Performance bei rechenintensiven 3D-Anwendungen. Während MMX auf Ganzzahlen-Operationen ausgelegt ist, kann AMDs 3DNow! auch mit Fließkommazahlen operieren. Die 3D-Funktionalität moderner Grafikkarten wird hierdurch nicht überflüssig, aber die CPU-Berechnungen können optimiert werden. Mit optimaler Anpassung der 3D-Schnittstelle (Direct 3D, Glide, OpenGL) lassen sich die 3D-Performance erheblich steigern. Insbesondere die Windows-Spiele profitieren von dieser Technik.

Ursprünglich wollte AMD den K6-2 nicht weiterproduzieren, stellte aber vor einiger Zeit mit der 550-MHz- und der 533-MHz-Version des Mobile AMD-K6-2+ zwei neue Chips vor, die auch AMDs PowerNow-Stromspar-Technologie unterstützen und deshalb vor allem in Notebooks zum Einsatz kommen. Inzwischen sind diese CPU´s auf dem "normalen" Hardware-Markt erhältlich und bieten Aufrüstwilligen nochmals eine günstige Gelegenheit, ihr System auf Pentium-II-Niveau zu bringen. Die in 0,18-Micron-Technologie gefertigten AMD-K6-2+ kommen mit 128 Kbyte On-Chip Level-2-Cache und arbeiten mit 100-MHz-Front-Side-Bus.

Der AMD K6-III ist die Weiterentwicklung des K6-2 und besitzt ebenfalls dessen 3DNow! Technologie. Die CPU unterstützt 100 MHz Front-Side-Bus und hat zusätzlich einen 256 KB L2-Cache integriert, der mit der vollen CPU-Taktrate läuft. AMD führte mit dem K6-III das sogenannte TriLevel-Cache-Konzept ein. Der K6-III hat 256 KByte (mit vollem Prozessortakt laufenden) Speicher auf dem Chipkern integriert, die als L2-Cache fungieren. Dadurch wird der auf dem Mainboard verwendete L2-Cache als L3-Cache angesprochen, eine zusätzliche Leistungssteigerung ist die Folge.

AMD hat die Produktion des K6-2 und K6-3 aber inzwischen eingestellt und konzentriert sich in diesem Bereich nur noch auf die Produktion des K6-2+. Auf Grund des höheren Preises gegenüber der K6-2-CPU ist der K6-3 auch die schlechtere Wahl zum Aufrüsten, da man für weniger Geld inzwischen den K6-2+ mit höherer Taktrate bekommt.

 


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Zuletzt geändert am: 23. Februar 2010