Die Am486-Prozessorfamilie ist AMDs Pendant zur i486-Prozessorfamilie aus dem Hause Intel.

Da zwischen Intel und AMD zu Anfang der 1990er Jahre noch weitreichende Abkommen zum Austausch von Technologie bestanden, unterscheiden sich die 486er-CPUs beider Familien zunächst nur unwesentlich. Der Microcode der frühen AMD-Varianten entsprach noch dem der Intel-Vorbilder, weshalb 486-CPUs von Intel und AMD zu dieser Zeit keine in der Praxis relevanten Unterschiede aufwiesen. Den aufgrund technischer Veränderungen an CPU-Kern und Bus-Interface modifizierten Microcode des Intel DX4 – häufig auch i486DX4 genannt, obwohl Intel ihn nie so bezeichnet hat – durfte AMD aber nicht übernehmen, weshalb der Am486DX4 von AMD in Eigenregie aus dem Am486DX2 weiterentwickelt wurde. Die Leistungen des Am486DX4 blieben aber zunächst hinter denen des DX4 von Intel zurück, der mit größeren L1-Caches, einer verbesserten Multiplikations-Einheit und später auch mit einem verbesserten L2-Cache-Controller ausgestattet war. AMD hat den Am486DX4 später noch zum Enhanced Am486DX4 und zum Am5x86 weiterentwickelt. Beides sind schnelle 486-CPUs, bei denen AMD einige technische Verbesserungen nachholte, die Intel bereits beim ersten Intel DX4 vorgenommen hatte. So war beispielsweise der Am5x86-PR75 mit seinem Kern-Takt von 133 MHz einem Pentium 75 durchaus ebenbürtig, wie es der Namensbestandteil „PR75“ (das „PR“ steht für Pentium-Rating) bereits anzudeuten versucht

 

Quelle: www.wikipedia.de


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Zuletzt geändert am: 20. Februar 2009